Reiseberatung

Sie planen eine Urlaubsreise
und wollen sich vor möglichen (tropischen) Krankheiten schützen? Das ist sinnvoll und vielleicht auch dringend notwendig, da Krankheiten nicht nur den wohl verdienten Urlaub verderben könnten (z. B. eine Hepatitis A oder Typhus mit Fieber und Durchfall), sondern sogar lebensbedrohend sein kann (ich erinnere an den ehemaligen Wirtschaftsminister Dr. Günter Rexroth, welcher sich bei einem 10 Std. Besuch in Angola mit Malaria infiziert hat und wochenlang im künstlichen Koma gelegen hat).

Damit Sie Ihren Urlaub genießen können, werde ich Sie, soweit Sie das wünschen, über die Risiken und ggf. notwendige Impfungen informieren.

Reiseberatung und Reiseimpfungen sind in der Regel keine Kassenleistungen und müssen von Ihnen privat bezahlt werden.

Inwieweit dieses Ihre Urlaubskasse zusätzlich strapaziert, finden Sie hier:
Kosten für Reiseberatung
Checkliste
Reiseapotheke
Links (Reiseberatung/Länderinformationen Reisevorsorge, Impfungen, Malariaprophylaxe und über die Zusammenstellung einer Reiseapotheke)

Das Risiko während des Urlaubes zu erkranken und daran dauerhaften Schaden zu nehmen steigt, je schlechter die medizinische Versorgung im Land ist, ob ich mich in einem klimatisch gemäßigten oder tropischen Land aufhalte und wie mein Reisestil ist (Rucksacktourismus oder 5 Sterne Hotel). Beachtet werden muss natürlich auch der Zustand des Reisenden. Chronisch Kranke, Kleinkinder und Säuglinge oder Schwangere laufen Gefahr relativ kurzfristig medizinische Hilfe zu benötigen und sollten deswegen Reisen in medizinisch schlecht versorgte Regionen vermeiden.

Welches sind eigentlich die Risiken einer Fernreise?
Wenn man sich die Todesfälle auf Fernreisen ansieht, dann entfallen knapp 50% auf Herz/Kreislauferkrankungen, 23% auf Unfälle und 9% auf Mord oder Selbstmord. Nur 2,3 Prozent der Todesfälle sind durch Infektionen verursacht. Man könnte also sagen, wenn ein gesunder psychisch stabiler Mensch eine Fernreise macht und nicht die Gefahr sucht (Tauchen, Risiko Sportarten, schlechte Gesellschaft) hat er gute Chancen, gesund wieder zurück zu kommen. Schlüsselt man die 23% Unfalltoten noch auf, so sterben 30% im Straßenverkehr, 15% ertrinken und 7% sterben bei Flugzeugabstürzen.

Infektionskrankheiten
Aber man muss ja nicht gleich sterben. Befragt man Reiserückkehrer, so beklagen 25-30% Durchfall ohne Fieber, 10% Durchfall mit Fieber, 2,5% der Westafrikarückkehrer (ohne Malariaprophylaxe) bringen eine Malaria mit, 1% Fieber ohne erkennbare Ursache, 0,3% eine Hepatitis A, 0,03% Typhus und immerhin einer von 10 000 AIDS. Vor diesen Krankheiten kann man sich schützen, wenn man einige Grundregeln beherzigt oder eine Prophylaxe durchführt.

Wichtig bei allen Reisen in medizinisch unterversorgten Ländern (aber auch z.B. in den USA, da kann Krankheit sehr teuer werden) ist eine Auslandskrankenversicherung UND eine Reiserückholversicherung!!

Auch wenn Sie jetzt über die nicht unerheblichen Kosten erschrocken sind, bedenken Sie: Beratung, Impfungen, Reisemedikamente/Reiseapotheke, Versicherungen kostet Geld, dieses nicht zu tun kann teuer werden!

Ich hoffe, ich habe Ihnen jetzt keine Angst gemacht. Reisen Sie und sehen Sie sich die Welt an. Andere Menschen und andere Kulturen zu sehen, ist eine wichtige Erfahrung die sie unbedingt machen sollten. Wenn Sie meine Checkliste abarbeiten und bei jeder Reise 10% „Nebenkosten“ dazu rechnen, werden Sie mit großer Sicherheit wieder heile nach Hause kommen.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Urlaub und verbleibe
Ihr Familienarzt Dr. Wolfgang Schlüter